Was meine Leser über mich wissen sollten

gesammelte Kastanien

Da mache ich mir gerade Gedanken, was denn die Leser meines Blogs über mich wissen sollten, und dann kommt der Impuls aus der #Blognacht mit Anna Koschinski. Beim Zusammenstellen der einzelnen Punkte habe ich mir die Gelegenheit gegeben, mich selbst zu reflektieren. Ist zwischendurch ganz sinnvoll, denn es sorgt dafür, dass ich in meiner Persönlichkeit nicht so verkrustet werde.

Siehst du, und schon habe ich dir etwas von mir verraten. Ich denke regelmäßig über mich selbst nach und lasse mir jegliche Möglichkeit offen, etwas Neues zu lernen, oder auch bisherige Denkstrukturen zu verändern. In meinem Umfeld sehe ich gerade, dass das mit zunehmendem Alter immer schwerer wird. Deshalb möchte ich gerne immer wieder üben, damit ich für meine Mitmenschen keine egoistische, alte, böse Frau werde. Lieber möchte ich das Gegenteil sein. Gut ok. Gegen das alt werden kann ich nichts. Das geht automatisch.

Tja. Und da kann ich dir gleich verraten, dass ich schon einige Jahre über die 50 bin. Also ganz ehrlich sogar schon näher an die 60. Huch. Wenn ich daran denke, kann ich das gar nicht glauben. Gefühlt hab ich gestern erst das Abitur gemacht. Und dann guck ich in den Spiegel. Hahaha. Die Falten halten sich noch in Grenzen. Denn da ich humorvoll bin, lache ich lieber. Als ich viel jünger war, hat mal jemand zu mir gesagt, dass Lachfalten schön machen. Hab ich gemacht. Aber das muss ich nun meinen Mitmenschen überlassen, ob die das auch so sehen wie ich.

Ich bin sehr organisiert und diszipliniert. Meine Lieblingsbeschäftigung ist: Listen machen! Mein Mann hat mir schon manchmal gesagt, dass ich mich nicht überlisten soll. Mit diesem, auch humorvollen, Lieblingsmenschen bin ich seit über 30 Jahren verheiratet. Wir haben zusammen vier Töchter, die alle in der Zwischenzeit erwachsen sind und mich nur noch im Notfall brauchen.  So ein Notfall kann entweder sein, dass sie neue Dessous brauchen, oder einfach nur mal wieder meine offenen Ohren. Erziehen darf ich nicht mehr, nur noch Rat geben, wenn es gefragt ist.

Und da bin ich schon bei einem weiteren Punkt, den du über mich wissen darfst. Ich bin neugierig. Dazu möchte ich dir aber gerne erklären, wie ich dieses „neugierig sein“ verstehe. Ich stelle gerne Fragen in einem Gespräch zu zweit. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass mein Gegenüber sehr viel leichter auf die Frage „wie geht es dir?“ antwortet, wenn ich sie direkt und persönlich stelle. Diese Frage allgemein und an viele Leute zu stellen, ist sehr sinnlos. Dann antwortet nämlich keiner, oder jeder nur oberflächlich. Und ich mag keine Oberflächlichkeit. OK. Ich kann Small-Talk und es fällt mir auch nicht schwer, über Gott und die Welt zu reden. Aber wenn ich einen Menschen kennen lernen möchte, dann ist das in einem Zweiergespräch einfach am besten möglich.

In diesem Zusammenhang erzähle ich dir gleich auch mal etwas negatives von mir. Ich bin eine absolute Gendergegnerin und den ganzen Feministenkram kann ich nicht leiden. Für mich ist jeder Mensch ein Mensch. Egal ob Frau oder Mann, oder das gewünschte dazwischen. Auch egal, welche Hautfarbe der Mensch hat oder aus welchem Kontinent er kommt. Wichtig ist mir, dass ich mich mit diesem Menschen in der gleichen Sprache unterhalten kann. Das kann meine Muttersprache sein, muss es aber nicht. Ich spreche schließlich nicht nur Deutsch, aber das am liebsten, weil ich meine Sprache eben mit seinen vielen besonderen Nuancen gut kenne und auch anwenden kann. Und Sprache ist für mich das, was als hörbarer Gedanke über meine Lippen kommt. Ich höre deshalb auch ganz genau zu, was mein Gegenüber sagt. Denn was aus dessen Mund kommt, sind dessen Gedanken. In diesem Sinne bin ich vielleicht ein bisschen gefährlich. Aber das kannst du ja gerne einmal selbst ausprobieren, in dem du mit mir Kontakt aufnimmst.

Was du auch noch gerne über mich wissen darfst ist: Ich gehöre zu den Menschen, die ständig auf der Suche sind, Neues zu lernen. Natürlich nicht alles und nicht jedes Thema. Ich habe da meine bestimmten Steckenpferde. Und wenn ich von diesen Themen etwas höre, dann ziehe ich alle Informationen in mich hinein, die ich nur kriegen kann. In erster Linie gehören da natürlich Geschichten. Am liebsten erzählt von Menschen, die Zeitzeugen waren. Was früher in genau dieser Region, in der ich heute wohne passiert ist, das finde ich besonders spannend. Dessousgeschichten von früher habe ich auch schon hier auf meinem Blog geschrieben.

Etwas, für mich sehr Wichtiges, möchte ich dir nicht vorenthalten. Trotz aller Planung möchte ich bewusst im Hier und Jetzt leben. Situationen spontan zulassen und dann genießen, das möchte ich von Jahr zu Jahr mehr lernen. Dazu gehört, dass ich immer wieder herausfinden will, was jetzt im Moment wichtig ist, oder ob es das Prädikat Unwichtig bekommt und auch später noch gemacht oder gesagt werden kann. Manches muss nicht getan sein und vieles ist so unwichtig, dass es gar nicht erst gesagt werden muss. Als ich gemerkt habe, dass viele Dinge unwichtig sind, ging das einher mit der Erkenntnis, dass es sehr förderlich ist, im Hier und Jetzt zu leben. Es ist eine Achtsamkeit, die ich meinen Mitmenschen, meiner Umgebung und mir selbst zukommen lasse. Es hilft mir, mein eigenes Inneres in die richtige Balance zu bringen.

Und nun darfst du mal ganz ehrlich sein. Was wusstest du schon über mich? Was war dir neu? Schreib mir doch gerne einen Kommentar.

3 Kommentare
  1. Olrik
    Olrik sagte:

    Ich dachte ich kenne meine Frau – und so ist es auch! Deshalb kann ich mich voller Vertrauen darüber freuen, wenn Sie neue Menschen kennenlernt. So eine Beziehung wünsche ich jedem Leser und jeder Leserin.

    Antworten

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  1. […] Und Edith schreibt den Impuls und nutzt das Schreiben zur Selbstreflexion: Was meine Leser über mich wissen sollten […]

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